Tipps und Tricks

Druckprüfung „Erdverlegte Armaturen“

Druckprüfung „Erdverlegte Armaturen“

HAWLE-Armaturen werden mit höchster Präzision und Genauigkeit produziert und während der Herstellung laufenden Qualitätskontrollen unterzogen. So können wir Produkte bester Qualität liefern und die am Markt einzigartige HAWLE-10-Jahres-Qualitätsgarantie gewähren.

Damit unsere Kunden diese Qualität auch in vollem Umfang nutzen können, ist selbstverständlich auf fachgerechte Montage zu achten. Um diese zu überprüfen, sind HAWLE-Armaturen sowie deren Verbindungen zur Rohrleitung nach der Verlegung einer Druckprüfung zu unterziehen. Zweck dieser Kontrolle ist der Nachweis der Dichtheit der Rohre, der Rohrverbindungen sowie der Rohrleitungsteile.

Anwendungshinweis:
Die Druckprüfung hat nach EN 805 zu erfolgen. Zu beachten ist dabei, dass vor der Prüfung jedes Rohr so eingedeckt wird, dass der Prüfdruck keine die Rohrleitung schädigende Längenveränderung bewirkt, die Rohrverbindung jedoch noch frei zugänglich ist.
Leitungen mit nicht längskraftschlüssigen Verbindungen sind an den Enden, sowie bei den Krümmern und Abzweigern mit ausreichender Sicherheit abzusteifen bzw. zu verankern.

Wir empfehlen dringend, die Druckprüfung vor dem Verfüllen des Rohrgrabens durchzuführen. Wird die Druckprüfung erst nach Verfüllung des Rohrgrabens durchgeführt, umfasst eine allfällige Haftung von HAWLE ausschließlich das Produkt selbst, nicht jedoch die Kosten für Grabungsarbeiten oder andere Kosten, die bei einer Druckprüfung vor dem Verfüllen des Rohrgrabens nicht angefallen wären.

Die im Katalog angeführten Produkte sind für den ortsgebundenen Einbau in Trinkwasser-, Brauchwasser- und Abwasserleitungen aus PE-, PVC-, Guss-, Stahl- oder AZ-Rohren vorgesehen.

Einschubtiefen

Einschubtiefen

Bei allen Formstücken und Armaturen mit Muffe (SYSTEM 2000, BAIO, VRS/BLS, Synoflex) wird empfohlen, die Einschubtiefe vorher am Rohr anzuzeichnen, um sicherzustellen, dass die erforderliche Einschubtiefe gegeben und die innen liegende Dichtung funktionsfähig ist.

Längsriefen bei Kunststoffrohren

Längsriefen bei Kunststoffrohren

PE ist ein weicher Werkstoff. Durch Lagerung, Transport und Manipulationen können teils sehr tiefe Längsriefen entstehen. Bitte kürzen Sie in diesem Fall das Rohr soweit, dass die Längsriefen im Einsteckbereich der Armaturen keine Funktionsstörung mehr bewirken können.

Drosselstellung bei Armaturen

Erosion am Gehäuse nach jahrelanger Drosselstellung

Drosselstellung bei Armaturen

Grundsätzlich gilt für alle Auf-Zu-Armaturen (Schieber, Ventile, Klappen und Hydranten), dass sie in keiner Drosselstellung betrieben werden dürfen, da dies zu Kavitation führen kann und damit die Armatur zerstört werden würde.

Fachkundige Montage und Wartung

Fachkundige Montage und Wartung

Bei Montage und Betätigung sämtlicher Produkte ist die fachgerechte Bedienung und Verarbeitung mit geeignetem Werkzeugeinsatz erforderlich.
Weiters empfehlen wir, Produkte von sachkundigen Personen einbauen zu lassen. Denn nicht selten verursachen Montagefehler umfangreiche und teure Grabungskosten.

Nachbeschichten von individuell gekürzten Tauschschiebern

Nachbeschichten von individuell gekürzten Tauschschiebern

Bitte schützen Sie unbeschichtete Flächen mit dem HAWLE-Reparaturmaterial (Nr. 3441 oder Nr. 3442), um Korrosion vorzubeugen und damit Ihre Investition zu schützen.

Schieber niemals kopfüber einbauen

Schieber niemals kopfüber einbauen

Sie vermeiden damit unnötige Ablagerungen im Schiebergehäuse und eine dadurch verursachte Schwergängigkeit des Produkts.

Ordentliche Flanschmontage gegen Leckagen

Ordentliche Flanschmontage gegen Leckagen

Kreuzweises Anziehen der Flanschschrauben beugt Leckagen und Materialspannungen vor.

Nachträglicher Aufbau von Stellanzeige und Motor

Nachträglicher Aufbau von Stellanzeige und Motor

Der nachträgliche Aufbau ist ohne Umbau bei den Produkten des Schiebermodels HAWLE-E2 von Nennweite DN 50 bis 200 möglich. Bei DN 250 bis 600 muss der Zentrierflansch gegen einen Stellantrieb mit Laterne ausgetauscht werden.

Einrichten der Einbaugarnitur

Einrichten der Einbaugarnitur

Die Einbaugarnitur muss senkrecht zur Rohrachse eingerichtet werden. Bei Combi-Armaturen wird der Abstand durch die mitgelieferte Montagehilfe gewährleistet.

SYSTEM 2000 Verbinder als Überschubmuffe

SYSTEM 2000 Verbinder als Überschubmuffe

Bei SYSTEM 2000 ist es möglich, die Verbinder auch als Überschubmuffe zu verwenden.
Bitte beachten Sie, dass der Anschlagring entfernt werden muss und die Anschrägung des Rohres  nach den Angaben der Montageanleitung zu erfolgen hat.

Vorsicht bei Schieberbetätigung vor Hydranten

Vorsicht bei Schieberbetätigung vor Hydranten

Vor dem Schließen des Hydranten (1) darf der unmittelbar (bis zu 3 m) vorgelagerte Schieber (2) niemals geschlossen werden. Der Hintergrund: Durch das Schließen des Hydrantenkegels würde der Druck gegen den geschlossenen Schieber extrem erhöht werden und es könnte zu Leckagen oder zum Bruch eines Bauteiles kommen.

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