Labor

Um die Qualität der Produkte sicherzustellen, werden im HAWLE-Labor permanent unterschiedlichste Prüfungen der Rohstoffe, die stichprobenartige Überwachung der Produktionsschritte und auch regelmäßige Überprüfungen fertiger Produkte durchgeführt. Dabei kommen zerstörende, als auch zerstörungsfreie Testverfahren zum Einsatz.

Die Prüfungen erfolgen von speziell ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern nach umfangreichen HAWLE-Prüfplänen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und entsprechende Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen für den Entwicklungs- und Fertigungsprozessen eingeleitet.

Einige der eingesetzten Prüfungen sind:

labor_hawle_2_de 100% Prüfung bei Produktion Beschichtungsprüfung 5 Jahre Langzeittest Berstprüfung Zugversuch
Vergrößerung der Beschichtungsverbindung mit dem Gusskörper

Korrosionstest

Die Beschichtung der HAWLE-Produkte im Wirbelsinterverfahren wird nach den Richtlinien der Gütegemeinschaft Schwerer Korrosionsschutz GSK durchgeführt.

Dabei wird der Beschichtungs-Prozess permanent überwacht.

Sandstrahlen
Temperaturmessung
Gussteil vor dem Pulverbad
Gussteil beschichtet


Während der Fertigung werden Parameter, wie Temperatur 190–210°C, kontinuierliches Nachfüllen des Epoxy-Pulvers, oder auch die Schichtdicke des Pulvers am Bauteil überwacht. Für jedes zu beschichtende Produkt gibt es selbst entwickelte Aufnahmewerkzeuge und spezielle Bewegungsabläufe der Tauchanlage, um möglichst gleichmäßige und homogene Schichtstärken am fertigen Produkt zu gewährleisten.

Schichtstärkenmessung
Funkendurchschlag


Bei jeder Charge werden Prüflinge entnommen und an diesen Schlagtests durchgeführt. Dabei fällt aus einem Meter Höhe eine Metallkugel mit 5 Nm auf den Prüfling. Exakt diese Schlagstelle muss den anschließend vorgeschriebenen Test der Porenfreiheit bestehen. Mit 3.000 Volt wird die Durchschlagsfestigkeit getestet.

Haftungsprüfung
Anbohren für Unterwanderungstest
Einlegen des Prüflings in Salzlösung unter Spannung
Ablösen des unterwanderten Materials
Messen des Unterwanderungsbereiches

 

Im HAWLE-Labor werden von den Labortechnikern die Beschichtungsprozesse aller HAWLE-Produktionswerke überwacht. Dabei geben verschiedene Prüfungen nach den Richtlinien der GSK Aufschluss über die Vernetzung, Haftung, kathodische Unterwanderungssicherheit und die Schlagfestigkeit der hergestellten Epoxy-Pulverbeschichtung.

Alterungsverhalten

Beginn
Nach 10 Tagen
Nach 15 Tagen
Nach 22 Tagen

 

Das Alterungsverhalten und die Qualität der Beschichtung werden mit Hawle-Alterungstests simuliert:
Der beschichtete Körper wird in entionisiertes Wasser mit einer Temperatur von 70°C gelegt. Dieses in der Natur nicht vorkommende aggressive Medium greift die Beschichtung an und deckt Schwachstellen auf. Wie bei einer Zeitrafferaufnahme werden mit diesem Versuch die qualitative Verarbeitung und das Alterungsverhalten der Beschichtung in nur wenigen Tagen sichtbar.

Das gezeigte HAWLE-A - Schiebergehäuse hat eine vollflächige Beschichtung. Nach 22 Tagen ist keinerlei Korrosionsangriff am Gehäuse feststellbar.